Altdeutscher Schäferhund
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Habt ihr schon vom Altdeutschen Schäferhund gehört? Diese Langhaarvariante des Deutschen Schäferhundes ist nicht nur treu und intelligent, sondern auch ein ausgezeichneter Familien- und Arbeitshund. Möchtet ihr wissen, was ihn so besonders macht? In diesem Artikel erfahrt ihr alles über Pflege, Haltung und die einzigartigen Eigenschaften dieses beeindruckenden Hundes!
Aussehen
Der Altdeutsche Schäferhund beeindruckt durch einen muskulösen und harmonischen Körperbau, der sich durch seinen geraden Rücken vom klassischen Deutschen Schäferhund unterscheidet. Während letzterer oft eine abfallende Rückenlinie zeigt, wirkt der Altdeutsche Schäferhund stabiler und robuster.
Besonders auffällig ist sein langes, weiches Fell, das durch eine dichte Unterwolle ergänzt wird. Diese Kombination verleiht ihm ein voluminöses und majestätisches Erscheinungsbild. Mit einer durchschnittlichen Schulterhöhe von 55–65 cm und einem Gewicht von etwa 30–40 kg ist er ein imposanter Hund, der gleichzeitig kraftvoll und agil ist. Hündinnen erreichen dabei eine Größe von 55 bis 60 cm und ein Gewicht von etwa 28 bis 32 kg, während Rüden größere Maße haben.
Obwohl er keine eigenständige Rasse ist, sondern eine Langhaarvariante des Deutschen Schäferhundes, hebt sich sein Erscheinungsbild klar ab.

Fell und Färbung
Das lange, weiche Fell des Altdeutschen Schäferhundes ist eines seiner auffälligsten Merkmale. Es schützt ihn nicht nur vor Wind und Wetter, sondern gibt ihm auch ein majestätisches Aussehen. Besonders markant sind:
- Der kräftige Fellkragen, oft als „Mähne“ bezeichnet.
- Lange Haare an Ohren, Beinen und Rute, die sogenannte „Fahnen“ bilden.
- Eine Vielfalt an Farbvarianten: von klassisch schwarz-beige über schwarz-braun bis hin zu grau und schwarz.
- Auch seltenere Farben wie rot-schwarz oder dunkelbraun-schwarz kommen vor und unterstreichen die große Vielfalt innerhalb dieser Linie.
Wusstet ihr, dass sein Fell nicht nur schön aussieht, sondern ihn auch optimal vor Kälte schützt?
Besondere körperliche Merkmale
Neben seinem prächtigen Fellkragen hat der Altdeutsche Schäferhund weitere markante Eigenschaften:
- Kräftige Pfoten, die ihn zu einem ausdauernden Begleiter machen.
- Eine leicht gewölbte Stirn, die ihm einen unverwechselbaren Ausdruck verleiht.
- Eine schmale, langgestreckte Schnauze für einen eleganten, aber wachen Ausdruck.
- Aufrecht getragene Stehohren, die seine Aufmerksamkeit und Intelligenz unterstreichen.
Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 10–12 Jahren bleibt dieser Hund über viele Jahre ein treuer und aktiver Begleiter – vorausgesetzt, er erhält die richtige Pflege.

Steckbrief Altdeutscher Schäferhund
- Rasse: Altdeutscher Schäferhund
- Herkunft: Deutschland
- Widerristhöhe: Rüden: 60-70 cm, Hündinnen: 55-65 cm
- Gewicht: Rüden: 30-45 kg, Hündinnen: 25-40 kg
- Lebenserwartung: 10-13 Jahre
- Fell & Farbe: Langes, weiches Deckhaar mit üppiger Unterwolle, „Mähne“ um den Hals; Farbvarianten: Schwarz-Beige, Schwarz-Braun, Schwarz, Wolfsgrau, auch einfarbig Schwarz oder mit Abzeichen in Rotbraun, Braun, Gelb
- Charakterzüge: Intelligent, treu, vielseitig, ausgeglichen, mutig, wachsam, gutmütig, zuverlässig, lernwillig, gehorsam
Wesen und Charakter
Der Altdeutsche Schäferhund ist ein treuer und zuverlässiger Begleiter, der mit seiner Intelligenz und Gutmütigkeit überzeugt. Besonders bemerkenswert ist seine Fähigkeit, eine enge Bindung zu seiner Bezugsperson aufzubauen, während er dennoch im gesamten Familienverbund ausgeglichen und wachsam bleibt.
- Sein freundliches und ruhiges Wesen macht ihn ideal für Familien, insbesondere wenn Kinder im Haushalt leben.
- Gleichzeitig zeigt er sich wachsam und nervenstark, was ihn zu einem hervorragenden Wach- und Schutzhund macht.
- Durch seine hohe Energie ist er ein vielseitiger Allrounder, der stets nach Aufgaben sucht, sei es im Hundesport, bei langen Wanderungen oder als verlässlicher Begleiter im Alltag.
Ein Altdeutscher Schäferhund vereint somit die Qualitäten eines liebevollen Familienhundes mit denen eines wachsamen Beschützers.
Eignet sich der Altdeutscher Schäferhund als Familienhund?
Definitiv – sein ausgeglichenes und freundliches Wesen macht den Altdeutschen Schäferhund zu einem hervorragenden Familienhund. Besonders in Haushalten mit älteren Kindern ist er ein geduldiger und liebevoller Spielkamerad.
Damit die Harmonie in der Familie gewährleistet ist, gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten:
- Konsequente Erziehung: Der Altdeutsche Schäferhund braucht klare Regeln und Strukturen, um sich sicher und ausgeglichen zu fühlen.
- Respektvoller Umgang mit Kleinkindern: Kinder sollten den Hund niemals bedrängen oder stören, um Konflikte zu vermeiden. Erwachsene sollten die Interaktionen überwachen.
- Regelmäßige Bewegung und Aufgaben: Er ist ein energiegeladener Hund, der körperlich und geistig ausgelastet werden muss.
Für Familien, die bereit sind, Zeit und Energie in die Erziehung und Beschäftigung dieses Hundes zu investieren, wird er ein treuer Begleiter sein.
Ist der Altdeutscher Schäferhund anfängertauglich?
Für Anfänger ist der Altdeutsche Schäferhund nur bedingt geeignet. Aufgrund seiner Intelligenz und seines Temperaments benötigt er eine erfahrene Führung und klare Regeln. Ohne diese wird er möglicherweise unerwünschtes Verhalten zeigen.
Ein paar wichtige Hinweise für Einsteiger:
- Ein gut erzogener, erwachsener Hund könnte eine bessere Wahl für Anfänger sein, da er bereits die Grundlagen des Gehorsams kennt.
- Wer sich dennoch für einen Welpen entscheidet, sollte unbedingt auf eine Hundeschule und regelmäßige Anleitung durch erfahrene Trainer setzen.
- Geduld und Konsequenz sind entscheidend, um sein volles Potenzial als treuer Begleiter zu entfalten.
Mit der richtigen Führung und ausreichend Beschäftigung kann auch ein Anfänger mit einem Altdeutschen Schäferhund glücklich werden – vorausgesetzt, er ist bereit, viel Zeit und Energie in die Erziehung zu investieren.
Haltung und Lebensraum
Die Haltung eines Altdeutschen Schäferhundes sollte gut durchdacht werden, denn dieser aktive Hund braucht Platz und Bewegung. Eine Wohnung ist nur bedingt geeignet, besonders wenn der Hund regelmäßig Treppen steigen muss, was auf Dauer schädlich für seine Gelenke sein kann.
Ideal ist ein Haus mit großem Garten, der ihm mehr Raum für Bewegung bietet. Allerdings: Ein Garten ersetzt niemals die täglichen Spaziergänge und gemeinsamen Aktivitäten, die für seine körperliche und geistige Gesundheit unerlässlich sind.
Ein paar wichtige Hinweise zur Haltung:
- Mit sorgfältiger Sozialisierung kann er sich gut mit anderen Haustieren vertragen.
- Stadtbewohner sollten ihm durch regelmäßige Besuche im Hundepark oder lange Spaziergänge einen Ausgleich bieten.
- Ein klarer Tagesablauf und viel Aufmerksamkeit sind notwendig, damit er sich wohlfühlt.
Mit ausreichend Bewegung, geistiger Förderung und einer engen Bindung an seine Familie kann er sich auch in der Stadt gut anpassen.
Aktivität des Altdeutschen Schäferhunds
Der Altdeutsche Schäferhund ist ein echter Energieprofi! Er benötigt sowohl körperliche als auch geistige Auslastung, um glücklich und ausgeglichen zu sein. Für aktive Menschen, die gerne draußen sind, ist er der perfekte Begleiter.
Wie hält ihr diesen arbeitswilligen Hund fit? Hier ein paar Ideen:
- Lange Spaziergänge und Wanderungen: Perfekt, um seine Energie zu verbrennen.
- Hundesportarten wie Agility, Mantrailing, Obedience oder Fährtenarbeit: Sie fördern nicht nur seine Fitness, sondern auch seine Intelligenz.
- Radtouren: Eine tolle Möglichkeit, ihn körperlich zu fordern – allerdings nur, wenn er bereits ausgewachsen ist.
- Denkspiele und interaktive Futterspielzeuge: Diese regen seinen Verstand an und verhindern Langeweile.
Der Altdeutsche Schäferhund ist ein wahres Arbeitstier, das Aufgaben liebt. Für sportliche Halter, die Zeit und Lust auf gemeinsame Aktivitäten haben, wird er zum perfekten Partner für Abenteuer und Alltag!
Aktivitätslevel

Stark
Empfohlene Gassi-Runde

10 - 15 Kilometer
Tägliche Aktivität (Minuten)

120 - 180 Minuten
Pflege
Die Pflege des Altdeutschen Schäferhundes erfordert regelmäßige Aufmerksamkeit, vor allem wegen seines langen und dichten Fells. Damit euer Hund stets gepflegt und gesund bleibt, gibt es ein paar Dinge, die ihr beachten solltet:
- Das Fell sollte mindestens ein- bis zweimal wöchentlich gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden und die Unterwolle zu pflegen.
- Während des Fellwechsels ist eine intensivere Pflege nötig, da der Hund in dieser Zeit besonders viele Haare verliert.
- Hundebäder sollten nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden, da Schmutz nach dem Trocknen oft einfach ausgebürstet werden kann.
- Ohren, Krallen und Ballen sollten regelmäßig kontrolliert werden, um Verletzungen oder Entzündungen frühzeitig zu erkennen.
Mit einer konsequenten Pflege bleibt das Fell nicht nur schön, sondern auch die Haut des Hundes gesund.

Fellpflege
Das lange Fell des Altdeutschen Schäferhundes stellt eine kleine Herausforderung dar, bietet aber auch die Gelegenheit, eine enge Bindung zum Hund aufzubauen. Damit die Pflege reibungslos funktioniert, sind ein paar Tipps hilfreich:
- Während des Fellwechsels helfen spezielle Entfilzungskämme oder Bürsten, um abgestorbene Haare zu entfernen.
- Regelmäßiges Bürsten verhindert nicht nur Haaransammlungen im Wohnraum, sondern reduziert auch das Risiko von Hauterkrankungen.
- Achtet darauf, dass euer Hund während der Fellpflege ruhig bleibt – das sorgt für eine angenehme Routine und stärkt euer Vertrauensverhältnis.
Ernährung
Die richtige Ernährung ist für den Altdeutschen Schäferhund ebenso wichtig wie Pflege und Bewegung. Eine proteinreiche Ernährung unterstützt seine Gelenke und Muskeln, die bei einem aktiven Hund wie ihm besonders beansprucht werden.
Was sollte in seinem Futter enthalten sein?
- Omega-3-Fettsäuren: Sie fördern gesunde Gelenke und ein glänzendes Fell.
- Ein ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis: Dieses unterstützt das Skelettsystem und beugt Mangelerscheinungen vor.
- Hochwertiges Futter: Ob Nass- oder Trockenfutter – die Zutaten sollten frei von unnötigen Zusatzstoffen sein und einen hohen Fleischanteil enthalten.
Zusätzlich könnt ihr mit gesunden Snacks wie Karotten, Äpfeln oder speziellen Kauartikeln für Abwechslung sorgen. Eine ausgewogene Ernährung hält euren Hund fit und unterstützt seine Lebensqualität langfristig.
Futterempfehlung
Tägliche Futtermenge
875 - 1750 Gramm

Kosten pro Tag
3 € - 6 €

Monatliche Kosten
90 € - 180 €

Erziehung und Training
Die Erziehung eines Altdeutschen Schäferhundes erfordert Geduld, Konsequenz und ein gewisses Maß an Hundeverstand. Aufgrund seiner Intelligenz und seines oft überschäumenden Temperaments kann er dazu neigen, eigene Entscheidungen zu treffen, wenn ihm keine klaren Regeln gesetzt werden.
Warum ist eine konsequente Erziehung so wichtig?
- Ohne klare Grenzen übernimmt der Hund schnell die Führung und zeigt möglicherweise unerwünschtes Verhalten.
- Seine altersgerechte Beschäftigung von Anfang an ist entscheidend, um Langeweile und Frust zu vermeiden.
- Belohnungssysteme wie Markertraining oder Clickertraining motivieren ihn und fördern gleichzeitig die Bindung zu euch.
Eine frühzeitige Sozialisierung, idealerweise bis zur 16. Lebenswoche, hilft dabei, spätere Konflikte mit anderen Hunden oder Menschen zu vermeiden.
Erziehung der Welpen
Die Erziehung von Welpen des Altdeutschen Schäferhundes verlangt nach einer klaren, aber liebevollen Führung. Mit diesen Tipps legt ihr die perfekte Grundlage für einen ausgeglichenen und gut erzogenen Hund:
- Spielerisches Heranführen an Umweltreize: Welpen sollten frühzeitig an verschiedene Geräusche, Menschen und Situationen gewöhnt werden.
- Besuch einer Welpenschule: Hier lernt euer Hund wichtige soziale Fähigkeiten und ihr erhaltet wertvolle Unterstützung bei der Erziehung.
- Konsequenz und Geduld: Achtet darauf, klare Regeln zu setzen und diese immer durchzuhalten – aber ohne Härte, sondern mit positiver Verstärkung.
- Geistige und körperliche Beschäftigung: Erste kleine Übungen und spielerisches Lernen helfen dabei, seinen Verstand zu fördern und ihn auszulasten.
Mit einer konsequenten, aber liebevollen Erziehung legt ihr den Grundstein für einen gehorsamen und zuverlässigen Begleiter.

Training des Hundes
Das Training eines Altdeutschen Schäferhundes sollte abwechslungsreich und spielerisch gestaltet werden, um seine Motivation zu erhalten. Ein Hund, der Spaß an seinen Aufgaben hat, lernt schneller und bleibt ausgeglichen.
Worauf solltet ihr beim Training achten?
- Rückruftraining: Besonders wichtig, da Schäferhunde oft einen starken Jagdtrieb haben.
- Kombination aus Bewegung und Denkaufgaben: Längere Spaziergänge oder Wanderungen in Kombination mit kleinen Übungseinheiten sind ideal.
- Hundesportarten: Aktivitäten wie Agility, Obedience oder Fährtenarbeit fördern sowohl seine körperliche als auch geistige Fitness.
- Individuelles Training: Passt das Training an die Vorlieben eures Hundes an – ob Suchspiele, Apportierübungen oder Tricks, Hauptsache, es macht ihm Spaß.
Ein Altdeutscher Schäferhund liebt es, gefordert zu werden. Mit einem abwechslungsreichen Training fördert ihr nicht nur seine körperliche Fitness, sondern sorgt auch dafür, dass er geistig ausgelastet ist.
Gesundheit
Der Altdeutsche Schäferhund gilt als robuster Hund, dennoch gibt es einige gesundheitliche Aspekte, die besonders bei größeren Rassen beachtet werden müssen. Regelmäßige Bewegung ist essenziell, um Erkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Ellenbogendysplasie (ED) vorzubeugen. Eine ausgewogene Ernährung und die richtige Pflege spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, um die Gesundheit eures Hundes langfristig zu fördern.
Ein paar Tipps für die Gesunderhaltung:
- Vermeidet Übergewicht, da es die Gelenke stark belastet.
- Achtet auf regelmäßige Bewegung, angepasst an Alter und Fitness des Hundes.
- Ergänzt die Ernährung gegebenenfalls mit Gelenkschutzpräparaten wie Omega-3-Fettsäuren oder Glucosamin.
Mit der richtigen Haltung und Pflege bleibt euer Altdeutscher Schäferhund über viele Jahre hinweg gesund und vital.

Häufige Erbkrankheiten
Wie bei vielen größeren Hunderassen können auch beim Altdeutschen Schäferhund genetisch bedingte Krankheiten auftreten. Zu den häufigsten Erbkrankheiten gehören:
- Hüftgelenksdysplasie (HD): Eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen kann.
- Ellenbogendysplasie (ED): Eine Gelenkerkrankung, die vor allem bei jungen Hunden auftritt und Lahmheiten verursacht.
- Osteochondrosis dissecans (OCD): Eine Entwicklungsstörung des Knorpels, die vor allem die Schulter-, Knie- oder Ellbogengelenke betrifft.
- Degenerative Myelopathie (DM): Eine Nervenerkrankung, die vor allem bei älteren Hunden Lähmungserscheinungen im Hinterlauf verursachen kann.
- Augenerkrankungen und Hautallergien: Selten, aber nicht ausgeschlossen, vor allem bei ungeeigneter Zucht.
Um das Risiko dieser Krankheiten zu minimieren, sind regelmäßige tierärztliche Untersuchungen unabdingbar. Vorsorge ist der Schlüssel zu einem langen und gesunden Hundeleben!
Weitere Erbkrankheiten
Neben erblichen Krankheiten können auch andere gesundheitliche Probleme auftreten, insbesondere bei älteren Hunden:
- Arthrose: Verschleiß der Gelenke, der mit steigendem Alter häufiger wird.
- Zahnerkrankungen: Unzureichende Zahnpflege kann zu Zahnstein und Entzündungen führen.
- Magenprobleme: Größere Hunde haben ein erhöhtes Risiko für Magendrehungen – daher ist es wichtig, sie nach dem Fressen ruhen zu lassen.
Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen könnt ihr diese Risiken frühzeitig erkennen und behandeln lassen.
Zu empfehlende Untersuchungen
Vor der Anschaffung eines Altdeutschen Schäferhundes solltet ihr sicherstellen, dass die Elterntiere auf Erbkrankheiten untersucht wurden. Besonders wichtig sind:
- HD- und ED-Untersuchungen: Diese sollten nachweislich durchgeführt worden sein, um das Risiko für die Welpen zu reduzieren.
- DNA-Tests auf degenerative Myelopathie (DM): Diese Tests liefern wichtige Informationen über die genetische Veranlagung.
- Augenuntersuchungen: Um sicherzustellen, dass keine erblichen Augenkrankheiten vorliegen.
Fragt beim Züchter gezielt nach diesen Nachweisen – ein seriöser Züchter wird euch bereitwillig alle Informationen geben.
Die Behandlung dieser Erbkrankheiten führt zu hohen Tierarztkosten. So kann die Behandlung von Hüftdysplasie mehrere Hundert bis hinzu über Tausend euro kosten. Um finanzielle Probleme zu vermeiden, schützen sich viele Hundehalter mit OP – sowie Krankenversicherungen für ihren Hund.
- Umfassender Schutz: deckt sowohl Routineuntersuchungen als auch Notfälle, Operationen und spezialisierte Behandlungen ab.
- Mehr Entscheidungsfreiheit: Mit einer Versicherung könnt ihr die beste medizinische Versorgung für euren Hund wählen, ohne euch um die Kosten sorgen zu müssen
- Präventive Maßnahmen: Einige Versicherungen übernehmen auch Kosten für vorbeugende Behandlungen wie Impfungen oder Wurmkuren.
- Flexible Optionen: Es gibt verschiedene Tarife und Leistungspakete, die an Ihre individuellen Bedürfnisse und Ihr Budget angepasst werden können
Damit ihr nicht in versteckte Kostenfallen tappt, haben wir die besten Angebote für Haustierversicherungen für euch verglichen.
Eine Versicherung gibt euch die Gewissheit, dass euer Hund im Krankheitsfall optimal versorgt wird. Sichert euch also euren Seelenfrieden!
Ist der Altdeutscher Schäferhund eine Qualzucht?
Nein, der Altdeutsche Schäferhund wird nicht als Qualzucht eingestuft. Sein gerader Rücken unterscheidet ihn positiv von vielen Deutschen Schäferhunden, die aufgrund der abfallenden Rückenlinie häufiger an orthopädischen Problemen leiden.
Allerdings gibt es auch beim Altdeutschen Schäferhund Zuchtlinien, die genetisch bedingte Gesundheitsprobleme aufweisen können. Deshalb ist es wichtig, bei der Auswahl eines Züchters auf folgende Punkte zu achten:
- Seriösität und Transparenz: Ein verantwortungsvoller Züchter legt großen Wert auf die Gesundheit der Hunde und stellt alle Untersuchungsergebnisse zur Verfügung.
- Gezielte Zuchtziele: Seriöse Züchter achten darauf, nur mit gesunden Tieren zu züchten, um Erbkrankheiten zu minimieren.
- Offene Kommunikation: Ein guter Züchter beantwortet alle Fragen zu Gesundheit, Haltung und Pflege ausführlich.
Mit der richtigen Zucht und Pflege kann euer Altdeutscher Schäferhund ein gesunder, lebenslanger Begleiter werden.
Vor der Anschaffung
Die Entscheidung, einen Altdeutschen Schäferhund in eure Familie aufzunehmen, sollte sorgfältig durchdacht sein. Diese aktive und intelligente Rasse stellt hohe Anforderungen an ihre Halter und benötigt viel Bewegung sowie geistige Auslastung.
Was solltet ihr vor der Anschaffung bedenken?
- Zeitaufwand: Altdeutsche Schäferhunde brauchen tägliche Spaziergänge, Training und gemeinsame Aktivitäten – sie sind keine Hunde für Couchpotatoes!
- Sportlicher Lebensstil: Diese Hunde sind perfekt für aktive Menschen, die gerne wandern, joggen oder andere Outdoor-Aktivitäten machen.
- Kompatibilität mit eurem Alltag: Der Hund sollte zu eurem Lebensstil passen – habt ihr genügend Platz, Zeit und Geduld?
Es ist wichtig, sich vor der Anschaffung intensiv mit den Bedürfnissen und der Geschichte dieser Rasse zu beschäftigen. Nur so könnt ihr sicherstellen, dass ihr langfristig mit einem Altdeutschen Schäferhund glücklich werdet – und er mit euch!

Kosten
Die Anschaffung eines Altdeutschen Schäferhundes ist mit verschiedenen Kosten verbunden, die gut eingeplant werden sollten.
Einmalige Kosten
- Welpenpreis: Je nach Züchter und Zuchtlinie liegt der Preis zwischen € 800 und € 1.200.
- Grundausstattung: Leine, Halsband, Futter- und Wassernapf, Transportbox, Hundebett und Spielzeug kosten etwa € 200–400.
Laufende Kosten
- Futter: Je nach Größe und Aktivität des Hundes solltet ihr mit € 50–100 monatlich rechnen.
- Tierarztkosten: Impfungen, Entwurmungen und Vorsorgeuntersuchungen kosten jährlich etwa € 200–300.
- Pflege: Bürsten, Shampoo und andere Pflegeprodukte kosten rund € 50–100 im Jahr.
- Zusatzkosten: Hundeschule, Versicherung (z. B. Haftpflicht), Zubehör oder unvorhergesehene Tierarztbesuche können weitere € 300–500 jährlich ausmachen.
Jährliche Gesamtkosten
Die jährlichen Unterhaltskosten für einen Altdeutschen Schäferhund belaufen sich auf etwa € 1.000 bis € 2.000, abhängig von den individuellen Bedürfnissen des Hundes und euren Ansprüchen.
Tipp: Plant immer einen Puffer für unerwartete Tierarztkosten ein. So seid ihr auf alle Eventualitäten vorbereitet!
Geschichte des Altdeutschen Schäferhunds
Die Geschichte des Altdeutschen Schäferhundes ist eng mit der des Deutschen Schäferhundes verknüpft und reicht bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Bereits in den 1920er Jahren begann die Trennung der Zuchtlinien. Im Jahr 1930 wurde diese schließlich formalisiert, als der Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) und die Fédération Cynologique Internationale (FCI) langhaarige Schäferhunde von der Zucht ausschlossen.
Diese langhaarigen Exemplare wurden jedoch von eigenständigen Zuchtvereinen weitergeführt. So entstand die Linie des heutigen Altdeutschen Schäferhundes, die sich bis heute durch ihr auffälliges Fell und ihre besonderen Wesensmerkmale auszeichnet. Die langstockhaar-Variante des Deutschen Schäferhundes, die von der FCI nicht anerkannt, jedoch in der Zucht wieder zugelassen wurde, unterscheidet sich durch ihre langen Haare von anderen Schäferhundvarianten und hat eine historische Entwicklung durchlaufen, die zur Unterscheidung zwischen dem Altdeutschen und dem Deutschen Schäferhund geführt hat.
Zuchtzweck

Hütehund
Urpsungsjahr

18994
Abstammung

Deutsche Schäferhunde
Der Altdeutsche Schäferhund im Vergleich zum Deutschen Schäferhund
Der Deutsche Schäferhund wurde im 19. Jahrhundert gezielt gezüchtet, um als Hüte- und Wachhund für Schafherden zu dienen. Mit der Gründung des Vereins für Deutsche Schäferhunde e.V. (SV) im Jahr 1899 begann die systematische Förderung dieser vielseitigen und arbeitseifrigen Hunderasse. Eine besondere Rolle spielte dabei die langhaarige Variante des Deutschen Schäferhundes, die als Altdeutscher Schäferhund bekannt ist.
Der Altdeutsche Schäferhund entstand aus dieser Zuchtarbeit als Langhaarvariante, die sich im Laufe der Jahre zu einer eigenständigen Linie entwickelte. Obwohl er keine offiziell anerkannte Rasse ist, unterscheidet er sich in einigen Punkten vom kurzhaarigen Deutschen Schäferhund:
- Sein langes, dichtes Fell verleiht ihm ein majestätisches Erscheinungsbild und schützt ihn hervorragend vor Witterungseinflüssen.
- Im Wesen gilt der Altdeutsche Schäferhund oft als etwas ruhiger und ausgeglichener, während der Deutsche Schäferhund stärker als Arbeitshund mit einem ausgeprägten Schutzinstinkt wahrgenommen wird.
- Beide Varianten sind intelligent, loyal und äußerst lernfähig. Der Altdeutsche Schäferhund wird jedoch aufgrund seiner sanften Art besonders bei Familien geschätzt.
Rasseentwicklung und -standardisierung
Bis 1930 wurden alle Schäferhunde, unabhängig von ihrer Felllänge, als Teil derselben Rasse betrachtet. Nach dem Ausschluss der Langhaarigen konzentrierten sich einige Züchter darauf, die Eigenschaften der langhaarigen Hunde zu bewahren und weiterzuentwickeln.
Erst im Jahr 2010 revidierte der SV seine frühere Entscheidung und ließ langhaarige Schäferhunde wieder in die Zucht zu, jedoch nicht unter dem Namen „Altdeutscher Schäferhund“. Bis heute arbeiten verschiedene Zuchtvereine daran, diese Linie als eigenständige Rasse anzuerkennen. Der Fokus liegt dabei auf der Erhaltung von Gesundheit, Wesensstärke und der einzigartigen Optik des Altdeutschen Schäferhundes.
Passt der Altdeutscher Schäferhund zu mir?
Der Altdeutsche Schäferhund ist nicht nur ein wunderschöner Hund, sondern auch ein äußerst anspruchsvoller Begleiter, der viel Zeit und Engagement erfordert. Bevor ihr euch für diese Rasse entscheidet, solltet ihr folgende Punkte beachten:
- Er passt am besten zu aktiven und sportlichen Haltern, die bereit sind, sich intensiv mit ihrem Hund zu beschäftigen.
- Tägliche Spaziergänge, Training und geistige Herausforderungen müssen in euren Alltag integriert werden, um ihn körperlich und geistig auszulasten.
- Hundeerfahrung ist von Vorteil, da der Altdeutsche Schäferhund eine klare und konsequente Führung benötigt.
- Er eignet sich ideal für Menschen, die Freude daran haben, mit ihrem Hund zu arbeiten – sei es im Hundesport, bei Wanderungen oder bei Aufgaben, die seine Intelligenz fordern.
Tipp: Lasst euch vor der Anschaffung von einem erfahrenen Trainer oder Züchter beraten. So könnt ihr sicherstellen, dass der Altdeutsche Schäferhund wirklich zu eurem Lebensstil passt. Mit ausreichend Geduld, Liebe und Einsatz werdet ihr mit einem treuen, vielseitigen Begleiter belohnt, der euch viele Jahre lang Freude bereiten wird.
Seid ihr bereit, die Herausforderungen dieser beeindruckenden Rasse anzunehmen?
Pros und Cons
- Treu
- Intelligent
- Vielseitig
- Ausdauernd
- Bewegungsintensiv
- Pflegeaufwendig
- Wachsam
- Platzbedürftig
Häufig gestellte Fragen zum Altdeutschen Schäferhunds
Wie groß wird der Altdeutsche Schäferhund?
Der Altdeutsche Schäferhund erreicht eine Schulterhöhe von etwa 60-65 cm und wiegt zwischen 28-40 kg.
Wie lange lebt der Altdeutsche Schäferhund?
Die Lebenserwartung des Altdeutschen Schäferhundes liegt bei etwa 10-13 Jahren.
Wie viel Bewegung braucht der Altdeutsche Schäferhund?
Der Altdeutsche Schäferhund benötigt regelmäßige Bewegung, wie z.B. lange Spaziergänge oder Joggen. Er ist ein aktiver Hund, der sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet werden muss.
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