Irish Terrier
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Wusstet ihr, dass der Irish Terrier im Ersten Weltkrieg als mutiger Meldehund im Einsatz war? Oder dass sein markanter Bart nicht nur hübsch aussieht, sondern auch praktisch gegen Dreck schützt? Hinter dem energiegeladenen Lächeln dieser Rasse stecken Jahrhunderte voller Abenteuer – und ein Charakter, der selbst erfahrene Hundefans überrascht. Warum dieser Terrier Familien, Sportler und Outdoor-Fans gleichermaßen begeistert, verraten wir jetzt.
Aussehen
Der Irish Terrier besticht durch seine schlanke, muskulöse Silhouette und quadratischen Körperbau. Er erreicht eine Schulterhöhe von etwa 45 cm und wirkt dabei kompakt und elegant. Der Kopf wird stolz hochgetragen, was den lebhaften Gesichtsausdruck betont. Typisch ist auch die aufrechte Körperhaltung, die ihn immer bereit für Action zeigt.
Sein mittelgroßer Körper bringt 11–12 kg auf die Waage – perfekt für Wendigkeit und Ausdauer. Dank ausgeprägter Muskulatur ist die Rasse ein talentierter Springer und Läufer.

Fell und Färbung
Der Irish Terrier trägt ein dichtes, drahtiges Fell, das ihn vor Regen und Kälte schützt. Die Farbe variiert von hellem Weizen über goldiges Rot bis zu tiefem Mahagoni. Einfarbigkeit ist Standard, kleine weiße Flecken an der Brust sind erlaubt.
Damit das Fell seine praktischen Eigenschaften behält, beachtet:
- Die wetterfeste Struktur lässt Schmutz abperlen
- Kaum Haarverlust macht die Rasse allergikerfreundlich
- Natürliche Selbstreinigung spart Pflegezeit
Besondere körperliche Merkmale
Der Irish Terrier besticht durch markante körperliche Merkmale, die seine einzigartige Erscheinung prägen. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von etwa 48 cm, während Hündinnen mit rund 46 cm etwas kleiner bleiben. Das Gewicht liegt bei Rüden bei ca. 12 kg und bei Hündinnen bei ungefähr 11 kg. Der Körperbau des Irish Terriers ist kompakt und muskulös, mit einem im Vergleich zu anderen hochbeinigen Terrier-Rassen etwas längeren Rücken. Sein Kopf fällt durch eine lange Form, kleine v-förmige Ohren und ausdrucksstarke dunkle Augen auf. Die Rute ist hoch angesetzt und unterstreicht seine wache Haltung. Insgesamt vermittelt der Irish Terrier ein Bild von Kraft und Eleganz, unterstützt durch seine fast quadratische Statur und senkrecht stehenden Beine, die seine athletische Präsenz betonen.

Steckbrief Irish Terrier
- Rasse: Irish Terrier
- Herkunft: Irland
- Widerristhöhe: 45 – 48 cm
- Gewicht: 11 – 12 kg
- Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre
- Fell & Farbe: Kurzes, dichtes, drahtiges Fell; rot, rot-weizenfarben oder gelblich-rot.
- Charakterzüge: Mutig, energiegeladen, loyal, intelligent, eigenwillig
Rassenstandard nach FCI
Rassennomenklatur
- Gruppe: 3 – Terrier
- Sektion: 1 – Hochläufige Terrier
- Standard Nr.: 139
- Datum der endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI: 1955
- Offizielle Originalsprache: Englisch
- Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards: 13.03.2001
- Status der Rasse: Endgültig anerkannt
- Ursprungsland der Rasse: Irland
- Arbeitsprüfung: Keine Arbeitsprüfung erforderlich
Zusammenfassung
Allgemeines Erscheinungsbild:
- Mittelgroßer, kompakter und muskulöser Hund.
- Lebhaft, aktiv und wachsam.
- Quadratischer Körperbau mit einer aufrechten Haltung.
- Ausdruck ist intelligent und entschlossen.
Kopf:
- Langer, schmaler Kopf mit flachem Schädel.
- Deutlicher Stop (Übergang zwischen Schädel und Nasenrücken).
- Kräftige Kiefer mit einem Scherengebiss.
- Kleine, dunkle Augen mit lebhaftem Ausdruck.
- V-förmige, kleine Ohren, die nach vorne geklappt sind.
Körper:
- Kurzer, gerader Rücken mit einer tiefen Brust.
- Gut gewölbte Rippen.
- Kräftige Lendenpartie.
- Leicht aufgezogene Bauchlinie.
Gliedmaßen:
- Vorderläufe: Gerade, kräftig und gut bemuskelt.
- Hinterläufe: Kräftig, mit gut gewinkelten Knien.
- Pfoten: Kompakt, rund und gut gepolstert.
- Bewegung ist frei und geschmeidig.
Gangwerk:
- Fließend und leichtfüßig.
- Vorder- und Hinterläufe bewegen sich parallel.
- Gute Schubkraft aus der Hinterhand.
Haarkleid:
- Drahtiges, dichtes und hartes Deckhaar.
- Unterwolle ist weich und dicht.
- Farbe: Einheitlich rot, rot-weizenfarben oder gelb-rot.
- Typisch ist ein leicht struppiges Aussehen.
Größe:
- Widerristhöhe: ca. 45 cm.
- Gewicht: ca. 11–12 kg.
Fehler:
- Abweichungen von der gewünschten Größe oder Proportionen.
- Weiches oder lockiges Haar.
- Fehlende Pigmentierung an Nase oder Augenlidern.
- Aggressivität oder übermäßige Schüchternheit.
- Abweichungen im Gebiss (z. B. Vor- oder Rückbiss).
Wesen und Charakter
Der Irish Terrier ist ein lebhafter, intelligenter und äußerst loyaler Hund mit einem ausgeprägten Charakter. Bekannt als der „rote Draufgänger“ unter den Terriern, vereint er Mut, Selbstbewusstsein und einen starken Schutztrieb gegenüber seiner Familie. Sein Wesen zeichnet sich durch Kinderliebe und Verspieltheit aus, wobei er trotz seiner kernigen Erscheinung eine sensible Seite zeigt. Obwohl er wachsam ist, neigt er nicht zu unkontrollierter Aggressivität, solange er gut sozialisiert wird. Seine Anhänglichkeit und Lernfreude machen ihn zu einem vielseitigen Begleiter, der sowohl körperliche als auch geistige Herausforderungen schätzt.
Eignet sich der Irish Terrier als Familienhund?
Der Irish Terrier eignet sich hervorragend als Familienhund, da er sehr kinderfreundlich und geduldig ist. Er ist schützend gegenüber seinen Bezugspersonen und passt sich gut in ein aktives Familienleben ein. Der Hund liebt es, mittendrin zu sein, und braucht regelmäßige Gesellschaft, um ausgeglichen zu bleiben. Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben mit Kindern ist eine frühe Sozialisierung, um seinen natürlichen Spieltrieb und seine Umgänglichkeit zu fördern. Mit der richtigen Prägung entwickelt er sich zu einem zuverlässigen und liebevollen Familienmitglied, das sich eng an seine Menschen bindet.
Ist der Irish Terrier anfängertauglich?
Der Irish Terrier ist nicht ideal für absolute Hundeneulinge, da er eine konsequente und liebevolle Erziehung benötigt. Er fordert täglich 30–60 Minuten gezielte Ausbildung sowie ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung. Eine frühe und intensive Sozialisierung ist unverzichtbar, um sein selbstbewusstes Wesen in positive Bahnen zu lenken. Halter sollten über Hundeerfahrung und klare Führungsqualitäten verfügen, um ihm Grenzen und Struktur zu vermitteln. Für engagierte Besitzer , die genug Zeit und Energie investieren, kann er ein toller Begleiter sein. Absolute Anfänger sollten jedoch aufgrund seiner Ansprüche zunächst eine einfachere Rasse in Betracht ziehen.
Haltung und Lebensraum
Der Irish Terrier fühlt sich in Stadt und Land wohl, benötigt aber ausreichend Platz zum Toben. Im Vergleich zu anderen Hunderassen, wie den englischen und kontinentalen Terrierrassen, zeichnet sich der Irish Terrier durch seine Anpassungsfähigkeit und Familienfreundlichkeit aus, was ihn zu einer guten Wahl für Familien macht. Damit die Haltung des Hundes gelingt, beachtet:
- Garten oder Wohnung: Ein Haus mit Garten ist ideal. In der Wohnung plant mehrere Spaziergänge und Spielzeit ein.
- Sicherer Zaun: Der Garten muss gut umzäunt sein – der Jagdinstinkt des Hundes kann sonst zu Ausbrüchen führen.
- Aktiver Alltag: Der Hund braucht tägliche Bewegung und mentale Herausforderungen wie Suchspiele oder Training.
In der Stadt legt ihr Wert auf regelmäßige Parkbesuche oder Ausflüge zu Grünflächen. Der Irish Terrier ist gesellig und mag lange Familienzeit – vermeidet Alleinsein über Stunden. Auch in kleineren Wohnungen bleibt er zufrieden, wenn ihr aktivitätsreiche Routinen wie Apportieren oder kurze Trainings einplant. Wichtig ist: Sein Grundbedürfnis nach Auslastung muss immer erfüllt sein!
Aktivität des Irish Terriers
Der Irish Terrier ist ein Vollblut-Sportler und braucht mindestens 2 Stunden Bewegung täglich. Damit er ausgeglichen bleibt, setzt auf:
- Abwechslungsreiche Spaziergänge: Kombiniert Waldwege, Stadtparks und freies Laufen.
- Hundesport: Agility, Obedience oder Flyball nutzen seine Schnelligkeit und Lernfreude.
- Mental-Training: Suchspiele oder Denkaufgaben mit Leckerlis fordern seinen scharfen Verstand.
Ohne ausreichende Beschäftigung wird der Hund unruhig oder knabbert Möbel an. Feste Rituale wie morgens Joggen oder abends Apportieren geben ihm Sicherheit. Probiert auch neue Aktivitäten aus – der Irish Terrier mag Abwechslung und wird bei Monotonie schnell stur.
Aktivitätslevel

Stark
Empfohlene Gassi-Runde

5 - 8 Kilometer
Tägliche Aktivität (Minuten)

60 - 90 Minuten
Pflege
Die Grundpflege des Irish Terriers ist unkompliziert, erfordert aber wöchentliche Routinen. Beachtet folgende Punkte:
- Ohrencheck: Kontrolliert wöchentlich auf Schmutz oder Rötungen. Reinigt sie bei Bedarf mit einem feuchten Tuch.
- Krallenpflege: Nutzt eine Hundekrallenzange, wenn die Krallen nicht natürlich abnutzen.
- Zahnhygiene: Gebt Kausnacks oder putzt die Zähne mit Hundezahnpasta.
Wohnungshunde benötigen häufiger Krallenkürzen als Artgenossen mit Gartenzugang. Bei der Zahnpflege hilft auch trockenes Futter, das Beläge reduziert. Ein gesunder Irish Terrier hat glatte Krallen, saubere Ohren und frischen Atem – kontrolliert diese Bereiche regelmäßig!

Fellpflege
Das raue Fell des Irish Terriers ist pflegeleicht, braucht aber zweimal pro Woche Bürsten. Damit das Fell gesund bleibt, befolgt:
- Werkzeug: Nutzt eine Grobzahnbürste oder ein Trimmmesser gegen Verfilzungen.
- Trimmen: Lasst das Fell alle 3–4 Monate vom Profi trimmen, um die typische Struktur zu erhalten.
- Baden: Nur bei starkem Schmutz mit mildem Hundeshampoo waschen.
Nach dem Baden könnt ihr pflegendes Öl ins Fell einmassieren, um trockene Haut zu vermeiden. Im Sommer schützt ein spezieller Sonnenschutz für Hunde vor Sonnenbrand – besonders bei kurzem Fell wichtig.
Ernährung
Der Irish Terrier braucht proteinreiches Futter mit hohem Fleischanteil (mindestens 25%). Beachtet bei der Fütterung:
- Getreidefrei: Vermeidet Futter mit Weizen oder Mais, um Allergien vorzubeugen.
- Portionsgröße: Ein ausgewachsener Hund frisst 250–300 Gramm täglich, aufgeteilt in zwei Mahlzeiten.
- Leckerlis: Maximal 10% der Tagesration – sonst droht Übergewicht.
Kombiniert Trockenfutter mit Frischfleisch oder gekochtem Gemüse für Abwechslung. Achtet auf das Gewicht des Hundes – bei zu wenig Bewegung reduziert ihr die Futtermenge leicht.
Futterempfehlung
Tägliche Futtermenge
200 - 300 Gramm

Kosten pro Tag
1,50 - 2,50 €

Monatliche Kosten
45 - 75 €

Erziehung und Training
Der Irish Terrier ist klug und willensstark, braucht daher konsequente Führung. Irish Terrier Züchter bieten wertvolle Unterstützung und Beratung bei der Erziehung und Pflege dieser Hunderasse. So trainiert ihr erfolgreich:
- Positive Verstärkung: Belohnt erwünschtes Verhalten mit Leckerlis, Streicheleinheiten oder Spielzeug.
- Klare Kommandos: Nutzt kurze Befehle wie „Sitz“ oder „Bleib“ in ruhigem Ton.
- Geduld: Vermeidet harte Strafen – sie machen den Hund unsicher.
Kurze Trainingseinheiten (10–15 Minuten) halten den Hund motiviert. Zeigt ihm den Sinn jeder Übung – zum Beispiel durch Belohnungen nach dem Apportieren.
Erziehung der Welpen
Startet die Erziehung direkt beim Einzug des Welpen. Beachtet für die frühe Prägung:
- Sozialisierung: Gewöhnt den Welpen an verschiedene Geräusche, Menschen und andere Hunde.
- Grundkommandos: Übt täglich „Sitz“, „Platz“ und „Komm“ mit spielerischen Methoden.
- Regeln: Setzt klare Grenzen – zum Beispiel kein Aufspringen auf Möbel.
Besucht eine Welpen-Spielgruppe, um soziale Fähigkeiten zu stärken. Bleibt konsequent – was der Welpe nicht darf, gilt auch für den erwachsenen Hund!

Training des Hundes
Der erwachsene Irish Terrier liebt herausfordernde Aufgaben. Setzt auf folgende Trainingsformen:
- Agility: Nutzt Hindernisparcours für Beweglichkeit und Konzentration.
- Obedience: Trainiert präzises Befolgen von Kommandos auch unter Ablenkung.
- Fährtenarbeit: Stillt den Jagdinstinkt kontrolliert durch Nasenarbeit.
Für geistige Auslastung kombiniert ihr Denkspiele wie Futterbälle oder Puzzles. Plant abwechslungsreiche Tage mit Joggen, Training und Entspannung – so bleibt der Hund ausgeglichen.
Gesundheit
Der Irish Terrier ist eine robuste Hunderasse mit einer Lebenserwartung von 13 bis 16 Jahren. Seine stabile Gesundheit resultiert aus der traditionellen Zucht als Arbeitshund, die auf Ausdauer und Funktionalität setzte. Trotz der natürlichen Widerstandskraft solltet ihr regelmäßige Tierarztbesuche einplanen, um mögliche Erkrankungen früh zu erkennen.
Damit euer Irish Terrier fit und aktiv bleibt, sind zwei Dinge entscheidend:
- Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Futter.
- Tägliche Bewegung durch lange Spaziergänge, Spielstunden oder Hundesport.
Der energiegeladene Charakter des Irish Terriers verlangt nach ausreichend Aktivität. Achtet darauf, dass Futtermenge und Bewegungspensum im Gleichgewicht bleiben. So vermeidet ihr Übergewicht und fördert seine langfristige Vitalität.

Häufige Erbkrankheiten
Der Irish Terrier kann erbliche Krankheiten entwickeln, die ihr kennen solltet. Hüftdysplasie tritt bei einigen Hunden auf und wird durch Röntgenuntersuchungen bei Züchtern kontrolliert.
Folgende genetische Risiken sind typisch:
- Progressive Retinaatrophie (PRA): Ein Gentest identifiziert Träger dieser Augenkrankheit.
- Digitale Hyperkeratose („Corny Feet“): Hornbildungen an den Pfotenballen, vermeidbar durch Zuchtausschluss betroffener Tiere.
- Cystinurie bei Rüden: Eine proteinarme Ernährung und Urinkontrollen reduzieren das Risiko von Blasensteinen.
Auch Hautallergien oder Schilddrüsenunterfunktion kommen vor. Seriöse Züchter testen Elterntiere auf diese Erbkrankheiten.
Weitere Erbkrankheiten
Neben Erbkrankheiten können Irish Terrier andere Gesundheitsprobleme entwickeln. Ihre V-förmigen Ohren begünstigen Entzündungen. Kontrolliert die Ohren wöchentlich und reinigt sie bei Verschmutzungen.
Magendrehung ist ein Notfall, der durch große Mahlzeiten vor dem Toben riskiert wird. Im Alter treten gelegentlich Herzprobleme, Gelenkverschleiß oder Krebs auf. Allergien zeigen sich oft durch Juckreiz oder Hautrötungen.
Ältere Hunde können Grauer Star oder Hörverlust entwickeln. Jährliche Vorsorgeuntersuchungen helfen, solche Veränderungen früh zu behandeln.
Zu empfehlende Untersuchungen
Damit euer Irish Terrier gesund bleibt, empfehlen sich folgende Vorsorgemaßnahmen:
- Jährlicher Check-up mit Blutbild und Urinanalyse.
- Augenuntersuchungen alle 1–2 Jahre zur Früherkennung von PRA.
- Hüftröntgen bei Zuchthunden oder Tieren mit Lahmheit.
- Schilddrüsen-Tests bei Symptomen wie Müdigkeit oder Gewichtszunahme.
- Urinuntersuchungen für Rüden zur Cystinurie-Kontrolle.
Ein verantwortungsvoller Züchter legt Gesundheitsdokumente der Elterntiere vor. Fordert diese unbedingt vor dem Welpenkauf an!
Die Behandlung dieser Erbkrankheiten führt zu hohen Tierarztkosten. So kann die Behandlung von Hüftdysplasie mehrere Hundert bis hinzu über Tausend euro kosten. Um finanzielle Probleme zu vermeiden, schützen sich viele Hundehalter mit OP – sowie Krankenversicherungen für ihren Hund.
- Umfassender Schutz: deckt sowohl Routineuntersuchungen als auch Notfälle, Operationen und spezialisierte Behandlungen ab.
- Mehr Entscheidungsfreiheit: Mit einer Versicherung könnt ihr die beste medizinische Versorgung für euren Hund wählen, ohne euch um die Kosten sorgen zu müssen
- Präventive Maßnahmen: Einige Versicherungen übernehmen auch Kosten für vorbeugende Behandlungen wie Impfungen oder Wurmkuren.
- Flexible Optionen: Es gibt verschiedene Tarife und Leistungspakete, die an Ihre individuellen Bedürfnisse und Ihr Budget angepasst werden können
Damit ihr nicht in versteckte Kostenfallen tappt, haben wir die besten Angebote für Haustierversicherungen für euch verglichen.
Eine Versicherung gibt euch die Gewissheit, dass euer Hund im Krankheitsfall optimal versorgt wird. Sichert euch also euren Seelenfrieden!
Ist der Irish Terrier eine Qualzucht?
Nein, der Irish Terrier zählt nicht zu den Qualzuchten. Seine Zuchtgeschichte als Jagd- und Wachhund legte den Fokus auf praktische Fähigkeiten, nicht auf übertriebene Körpermerkmale. Der schlanke, muskulöse Bau ist funktional und belastbar.
Anders als bei Rassen mit extremen Merkmalen (z. B. Kurznasen) hat der Irish Terrier keine gezüchteten Gesundheitsnachteile. Das Kupieren der Schwänze ist in vielen Ländern verboten, was sein Wohlbefinden zusätzlich schützt. Achtet beim Züchter auf transparente Gesundheitsnachweise und Vermeidung von Inzucht.
Mit seiner natürlichen Fitness und wenigen Erbkrankheiten gilt der Irish Terrier als gesunde Rasse.
Vor der Anschaffung
Bevor ihr einen Irish Terrier ins Haus holt, solltet ihr die Bedürfnisse der Rasse genau verstehen. Der lebhafte Hund benötigt täglich viel Bewegung, Beschäftigung und Zuwendung. Ohne ausreichende Aktivität kann er unausgeglichen werden.
Damit die Haltung gelingt, beachtet:
- Plant mindestens 2–3 Stunden pro Tag für Spaziergänge, Spiel und Training ein.
- Der Irish Terrier eignet sich nicht für Menschen mit langen Arbeitszeiten oder geringem Aktivitätslevel.
- Ein gesicherter Garten oder Zugang zu Naturflächen ist ideal.
Wählt unbedingt einen verantwortungsvollen Züchter, der Transparenz bietet. Seriöse Anbieter legen Wert auf Gesundheitstests und frühe Sozialisierung der Welpen.
Achtet bei der Züchterwahl auf:
- Dokumentation zu Erbkrankheiten wie Cystinurie (Harnsteine) oder Hyperkeratose (Pfotenprobleme).
- Einblick in die Haltung der Elterntiere und Welpen.
- Erklärungen zum temperamentvollen Charakter der Rasse.
Denkt auch an die Pflege-Routine: Das raue Fell muss 3–4 Mal pro Jahr getrimmt werden, um Verfilzungen zu vermeiden. Zusätzlich sind regelmäßige Kontrollen von Ohren, Krallen und Zähnen nötig.

Kosten
Die Anschaffungskosten für einen Welpen liegen bei 800–1.500 Euro. Seriöse Züchter verlangen höhere Preise, da sie in Gentests, Impfungen und artgerechte Aufzucht investieren.
Neben dem Kaufpreis kommen laufende Ausgaben hinzu. Damit ihr alle Kosten im Blick behaltet, plant ein:
- Hochwertiges Futter: Ca. 50–70 Euro monatlich.
- Tierarztkosten: 100–200 Euro jährlich für Impfungen und Vorsorge.
- Unerwartete Ausgaben: Behandlungen bei Hautproblemen oder Ohrenentzündungen.
Investiert zusätzlich in:
- Hundeschule (20–50 Euro/Stunde) – besonders für Erstbesitzer ratsam.
- Zubehör wie robustes Spielzeug, Schleppleine oder Transportbox (100–300 Euro).
Geschichte des Irish Terriers
Der Irish Terrier zählt zu den ältesten Terrierrassen und hat seine Wurzeln in Irland. Seine Herkunft lässt sich auf die Black-and-Tan-Terrier der britischen Inseln zurückführen, die bereits im 18. Jahrhundert als vielseitige Arbeitshunde eingesetzt wurden. Ursprünglich diente er Bauern bei der Jagd auf Füchse und Ratten und bewachte gleichzeitig Höfe und Vieh mit großer Wachsamkeit.
Während des Ersten Weltkriegs bewies der Irish Terrier sein besonderes Talent als Meldehund an der Front. Soldaten schätzten seinen Mut, seine Ausdauer und Zuverlässigkeit selbst unter extremen Bedingungen. Diese historische Rolle unterstreicht seinen vielseitigen Charakter.
Ein wichtiger Meilenstein war die Festlegung des ersten offiziellen Rassestandards im Jahr 1879 durch den neu gegründeten Irish Terrier Club, der die typischen Merkmale der Rasse definierte. Nur sechs Jahre später, im Jahr 1885, folgte die Anerkennung durch den American Kennel Club (AKC), was die internationale Verbreitung förderte.
Heute liegt der Fokus bei der Zucht des Irish Terriers auf einer gesunden Zucht ohne übertriebene Merkmale, um seine Robustheit und ursprüngliche Funktionalität zu bewahren. Diese Bemühungen sichern den Fortbestand der Rasse als aktiven und vielseitigen Begleiter.
Zuchtzweck

Jagdhund, Wachhund, Familienhund
Urpsungsjahr

19. Jahrhundert
Abstammung

Terrier-Rassen
Rasseentwicklung und -standardisierung
Moderne Irish Terrier verdanken ihr heutiges Aussehen vor allem den Züchtern des 19. Jahrhunderts. Diese formten aus älteren Arbeitshunden einen robusten Arbeitshund mit dem typischen rotem Fell und dem markanten quadratischen Körperbau, der bis heute charakteristisch für die Rasse ist.
Entscheidend für die Rasseentwicklung waren drei Faktoren: Erstens die Festlegung von Größe und Proportionen im offiziellen Rassestandard, um einheitliche Merkmale zu schaffen. Zweitens die Betonung von Funktionalität statt rein äußerlicher Schönheit, um die ursprünglichen Fähigkeiten als Jagd- und Wachhund zu erhalten. Drittens spielen moderne Gentests eine wichtige Rolle, um Erbkrankheiten wie die Progressive Retinaatrophie (PRA) frühzeitig zu erkennen und aus der Zucht auszuschließen.
Dank dieser strengen Regeln und der verantwortungsvollen Zuchtpraxis bleibt der Irish Terrier eine gesunde Rasse ohne übertriebene Zuchtmerkmale. Dies sichert seine körperliche Robustheit und bewahrt gleichzeitig seine historische Rolle als vielseitiger, leistungsfähiger Begleiter.
Passt der Irish Terrier zu mir?
Der Irish Terrier ist ideal für aktivere Haushalte, die viel Zeit im Freien verbringen. Seine Vorfahren, darunter der Black and Tan Terrier, haben ihm seine Energie und sein lebhaftes Wesen vererbt, was ihn zu einem perfekten Begleiter für Outdoor-Aktivitäten macht. Er begleitet euch beim Joggen, Radfahren oder Wandern – immer mit Energie und Begeisterung.
Die Rasse braucht abwechslungsreiche Aufgaben, um glücklich zu sein. Agility, Nasenarbeit oder Apportierspiele sind perfekt. Für ruhige oder vielbeschäftigte Menschen kann sein temperamentvolles Wesen überfordernd wirken.
Der Irish Terrier verträgt sich gut mit Kindern, benötigt aber eine konsequente Erziehung. Klare Kommandos und frühe Sozialisierung sind unverzichtbar. Mit Geduld und Liebe wird er zum treuen Familienmitglied.
Zusammenfassend passt die Rasse zu euch, wenn ihr Ausdauer, Zeit und Engagement mitbringt. Wer das bietet, erhält einen mutigen, loyalen Partner für viele gemeinsame Abenteuer.
Pros und Cons
- Mutig
- Loyal
- Energiegeladen
- Intelligent
- Eigenwillig
- Stur
- Bellfreudig
- Braucht viel Bewegung
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