Otterhund

Alles über Charakter, Pflege und Haltung

Suchst ihr einen Hund, der Abenteuer liebt? Dann ist der Otterhund genau das Richtige! Diese seltene Hunderasse aus England wurde ursprünglich speziell für die Jagd auf Fischotter in Europa gezüchtet. Er überlebte nur knapp das Aussterben und begeistert heute mit seinem freundlichen Charakter, seiner kräftigen Statur und seiner Leidenschaft für Wasser. Doch ist dieser Jagdhund auch der passende Begleiter für euch? Wie geht ihr mit seinen großen Pfoten oder dem starken Jagdtrieb um? Hier erfahrt ihr alles – Schritt für Schritt.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Der Otterhund fällt sofort auf. Mit einer Schulterhöhe bis 69 cm (Rüden) und einem Gewicht von 36–54 kg zählt er zu den großen Hunderassen. Sein kräftiger Körperbau zeigt, dass er für harte Arbeit und Ausdauer geschaffen ist. Der breite Rücken, die kurzen Lenden und die hoch angesetzte Rute verraten seine athletische Veranlagung.

Ein Blick auf sein Gesicht lohnt sich: Der breite Kopf mit tief liegenden Augen strahlt Entschlossenheit aus. Hängende Lefzen, ein dichter Bart und lange, behaarte Ohren vervollständigen sein markantes Aussehen. Die Ohren schützen ihn beim Schwimmen vor Wasser – nicht nur niedlich, sondern auch praktisch!

Fell und Färbung

Das Fell des Otterhunds ist perfekt für Abenteuer im Wasser und Matsch. Damit es optimal schützt, sind folgende Eigenschaften wichtig:

  • Rau und dicht: Das wasserabweisende Deckhaar ist 4–8 cm lang.
  • Ölige Unterwolle: Hält ihn auch in kaltem Wasser warm.
  • Struktur zwischen Glatt- und Rauhaar: Ideal für Jagdeinsätze in schwierigem Gelände.

Bei der Fellfarbe sind alle bei Laufhunden anerkannten Farben möglich:

  • Einfarbig: Grau, Sand oder Blau.
  • Mehrfarbig: Schwarz-Loh oder Blau-Creme.
  • Weiße Abzeichen: Oft an Brust, Pfoten oder Rutenspitze. Egal welche Färbung – das Fell gibt ihm ein lockeres, wildes Aussehen, das ihn unverkennbar macht.

Besondere körperliche Merkmale  

Der Otterhund ist ein Naturtalent für die Jagd. Damit er optimal performt, hat er folgende Besonderheiten:

  • Große Pfoten: Wirken wie Schneeschuhe und verhindern das Einsinken im Matsch.
  • Schwimmhäute: Machen ihn zum schnellen Schwimmer.
  • Hochsensibler Geruchssinn: Verfolgt Spuren sogar unter Wasser.
  • Tief liegende Augen: Schützen vor Ästen beim Durchstreifen von Unterholz.

Seine hängenden Lefzen „fangen“ Gerüche ein, und die kräftige Nase ist sein wichtigstes Werkzeug. So ist er der geborene Spürhund für jede Herausforderung!

Steckbrief Otterhund

  • Rasse: Otterhund
  • Herkunft: Großbritannien
  • Widerristhöhe: 61 bis 69 cm (Rüden), 58 bis 66 cm (Hündinnen)
  • Gewicht: 30 bis 55 kg
  • Lebenserwartung: 10 – 13 Jahre
  • Fell & Farbe: Rauhes, dichtes, wasserabweisendes Fell; alle Farben sind erlaubt, häufig grizzle, sandfarben, rot, weizenfarben, blau oder schwarz mit Abzeichen.
  • Charakterzüge: Freundlich, ausdauernd, intelligent, unabhängig, lebhaft

Rassenstandard nach FCI

  • Gruppe: 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
  • Sektion: 1.1 – Große Laufhunde
  • Standard Nr.: 294
  • Datum der endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI: 1974
  • Offizielle Originalsprache: Englisch
  • Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards: 13.10.2010
  • Status der Rasse: Endgültig anerkannt
  • Ursprungsland der Rasse: Großbritannien
  • Arbeitsprüfung: Keine Arbeitsprüfung erforderlich

Allgemeines Erscheinungsbild:

  • Groß, kräftig und robust gebaut.
  • Ein Jagdhund mit einem rauen, wetterfesten Haarkleid.
  • Ausdruck freundlich und lebhaft, aber entschlossen.
  • Gut proportioniert und muskulös.

Kopf:

  • Breit und leicht gerundet mit einem ausgeprägten Stop.
  • Kräftiger Fang mit starken Kiefern.
  • Nasenschwamm groß und dunkel, oft schwarz oder leberfarben.
  • Augen mittelgroß, dunkel und mit einem freundlichen Ausdruck.
  • Hängeohren, lang und tief angesetzt, mit charakteristischen Falten.

Körper:

  • Langer, kräftiger Rücken mit einer breiten, muskulösen Lende.
  • Tiefe Brust mit gut gewölbten Rippen.
  • Gut aufgezogene Bauchlinie.
  • Insgesamt gut proportioniert und ausgewogen.

Gliedmaßen:

  • Vorderläufe gerade, kräftig und gut bemuskelt.
  • Hinterläufe stark und gut gewinkelt.
  • Pfoten groß, rund und mit gut gepolsterten Ballen.
  • Zehen eng anliegend mit Schwimmhäuten, die für die Jagd im Wasser nützlich sind.

Gangwerk:

  • Frei und raumgreifend.
  • Bewegungen sind flüssig und kraftvoll.
  • Gut ausbalanciert und zeigt Ausdauer.

Haarkleid:

  • Doppeltes Haarkleid: raues, dichtes Deckhaar und eine weiche, ölige Unterwolle.
  • Wasserabweisend und wetterfest.
  • Farben: einfarbig, zweifarbig oder grizzle (grau meliert), oft mit weißen Abzeichen.

Größe:

  • Widerristhöhe: Rüden ca. 69 cm, Hündinnen ca. 61 cm.
  • Gewicht: Rüden ca. 52 kg, Hündinnen ca. 36 kg.

Fehler:

  • Zu leichter oder zu schwerer Körperbau.
  • Fehlende Schwimmhäute an den Pfoten.
  • Übermäßig kurzes oder glattes Haarkleid.
  • Aggressives oder ängstliches Verhalten.
  • Fehlende Pigmentierung an Nase oder Augenlidern.

Wesen und Charakter

Der Otterhund ist ein freundlicher Zeitgenosse mit viel Geduld und Liebe zum Kuscheln. Sein ruhiges Wesen macht ihn zum tollen Familienhund, der selten aggressiv reagiert. Fremde begrüßt er meist mit Neugier und Schwanzwedeln. Er sucht keine aggressive Führungsrolle innerhalb einer Gruppe oder Familie.

Doch unterschätzt ihn nicht: Hinter der Sanftmut steckt ein kluger Kopf und ein unbändiger Jagdinstinkt. Legt er einmal eine Spur auf, ignoriert er alles andere. Deshalb braucht er klare Kommandos und eine konsequente Erziehung. Im Alltag ist er verspielt, treu und immer bereit für Action – nur stundenlames Faulenzen hasst er!

Eignet sich der Otterhund als Familienhund?

Ja – aber nur, wenn ihr aktiv seid! Der Otterhund ist kinderlieb und geduldig, selbst bei wildem Spiel. Seine gesellige Art passt zu Familien, die viel draußen unterwegs sind.

Doch sein Energieniveau ist hoch: Lange Wanderungen, Schwimmen oder Nasenarbeit sind ein Muss. Wer ihm nur kurze Spaziergänge bietet, wird einen gelangweilten Hund erleben. Auch die Fellpflege ist wichtig: Regelmäßiges Bürsten verhindert Verfilzen. Bei wenig Zeit solltet ihr eine kurzhaarige Rasse wählen.

Ist der Otterhund anfängertauglich?

Nein. Der Otterhund eignet sich nicht für Ersthundebesitzer. Sein eigensinniger Charakter und der starke Jagdtrieb erfordern Erfahrung im Training. Unsichere Kommandos ignoriert er schnell – oder nutzt sie schlau aus.

Der Jagdinstinkt ist eine echte Herausforderung: Wittert er eine Spur, folgt er ihr kompromisslos. Erfahrene Halter können dies mit Belohnungstraining und Geduld kontrollieren. Anfänger fühlen sich hier oft überfordert.

Ihr seid outdoorbegeistert, habt Hundeerfahrung und wollt einen treuen Partner? Dann könnte der Otterhund euer Ideal sein! Denkt aber daran: Er ist kein Schoßhund – sondern ein temperamentvoller Abenteurer mit eigenem Willen!

Haltung und Lebensraum

Der Otterhund benötigt viel Platz und Bewegung. Ein Haus mit Garten ist perfekt, weil er gerne draußen spielt und die Umgebung erkundet. Kleine Wohnungen sind für diese aktive Hunderasse nicht geeignet. Damit die Haltung gelingt, beachtet:

  • Haus mit Garten: Ideal für Toben und Erkundungen
  • Ländliche Gebiete: Optimal mit Seen oder Flüssen in der Nähe
  • Wasserzugang: Wichtig aufgrund seiner Jagdvergangenheit im Wasser

Es ist wichtig, einen seriösen Züchter zu finden, da Otterhunden eine seltene Rasse sind und spezielle Bedürfnisse haben.

Sein robuster Körperbau und seine Ausdauer machen ihn zum perfekten Begleiter für Naturliebhaber. Plant täglich genug Zeit für Bewegung ein, um seinen Energiehaushalt auszugleichen. Ohne ausreichend Auslauf kann der Otterhund unausgeglichen werden. Achtet darauf, dass der Garten sicher eingezäunt ist, denn sein starker Jagdinstinkt könnte ihn sonst auf ungeplante Abenteuer schicken.

Aktivität des Otterhunds

Der Otterhund ist ein energiegeladener Hund, der täglich Action braucht. Lange Spaziergänge oder Schwimmen gehören zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Er kann dabei sowohl an Land als auch im Wasser bis zu zwölf Stunden aktiv sein. Damit er glücklich bleibt, beachtet:

  • Lange Spaziergänge: Mindestens 1–2 Stunden pro Tag
  • Schwimmen: Nutzt Seen oder Flüsse für Apportierspiele
  • Nasenarbeit: Versteckt Leckerlis oder Spielzeug für mentale Herausforderungen

Ohne ausreichende Beschäftigung sucht er sich eigene Aufgaben – oft mit Chaos als Folge. Plant abwechslungsreiche Aktivitäten wie Agility-Training oder gemeinsame Wanderungen. Der Otterhund liebt es, mit seiner Familie unterwegs zu sein und Neues zu entdecken.

Aktivitätslevel

Stark

Empfohlene Gassi-Runde

Hunderasse Icon Empfohlene Gassi Runde

8 - 10 Kilometer

Tägliche Aktivität (Minuten)

Hunderasse Icon Tägliche Aktivität Minuten

90 - 120 Minuten

Pflege

Die Pflege des Otterhundes ist einfach, aber regelmäßig nötig. Damit Fell, Ohren und Pfoten gesund bleiben, achtet auf:

  • Wöchentliches Bürsten: Verhindert Verfilzungen im rauen Fell
  • Ohrenkontrolle: Reinigt Hängeohren mit feuchtem Tuch bei Schmutz
  • Krallen schneiden: Besonders bei weichen Böden wichtig

Checkt nach jedem Ausflug die Pfoten auf Steine, Matsch oder Verletzungen. Schmutz zwischen den Ballen kann zu Entzündungen führen. Trocknet ihn nach nassen Abenteuern gründlich ab, um Hautreizungen zu vermeiden.

Otterhund

Fellpflege

Das dichte Fell des Otterhundes schützt ihn vor Nässe und Kälte. Bürstet es zweimal pro Woche mit einer stabilen Bürste. Besonderes Augenmerk gilt:

  • Bart und Ohren: Entfernt regelmäßig Essensreste oder Dreck
  • Entfilzungskamm: Lockert Knoten schonend
  • Baden: Nur bei starkem Schmutz mit mildem Hundeshampoo

Zu häufiges Waschen schadet der natürlichen Fettsschicht des Fells. Trocknet nach dem Bad alle Hautfalten sorgfältig, um Feuchtigkeit zu vermeiden.

Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist für den aktiven Otterhund essenziell. Damit er optimal versorgt ist, beachtet:

  • Hochwertiges Futter: Viel Protein und gesunde Fette
  • Portionskontrolle: 500–600 Gramm täglich für ausgewachsene Hunde
  • Leckerlis-Begrenzung: Maximal 10 % der Tagesration

Vermeidet Übergewicht, indem ihr die Futtermenge an Alter und Aktivität anpasst. Bei Allergieanzeichen wie Juckreiz testet hypoallergenes Futter. Frisches Wasser muss immer bereitstehen – besonders nach Spielen im Freien.

Futterempfehlung

Tägliche Futtermenge

500 - 700 Gramm

Hunderasse Icon Futtermenge

Kosten pro Tag

3 - 5 €

Hunderasse Icon Kosten pro Tag

Monatliche Kosten

90 - 150 €

Hunderasse Icon Monatliche Kosten

Erziehung und Training

Der Otterhund ist klug, aber manchmal stur. Konsequenz und spielerisches Training sind der Schlüssel. Wie bei anderen Jagdhunden erfordert auch der Otterhound erfahrenes Handling und Training, um seine Jagdinstinkte zu kontrollieren. Damit die Erziehung gelingt, nutzt:

  • Positive Verstärkung: Belohnt Erfolge mit Leckerlis oder Spielzeug
  • Grundkommandos: Übt “Sitz” oder “Bleib” ohne Ablenkung
  • Jagdinstinkt-Kontrolle: Trainiert Rückrufe in der Natur

Beginnt früh mit dem Training und steigert die Herausforderungen langsam. Harte Methoden funktionieren bei dieser sensiblen Rasse nicht – Geduld zahlt sich aus!

Erziehung der Welpen

Otterhund-Welpen brauchen klare Regeln und viel Sozialisierung. Damit sie sich gut entwickeln, beachtet:

  • Frühe Gewöhnung: An Menschen, andere Hunde und Umgebungen
  • Welpenspielgruppe: Trainiert den Umgang mit Artgenossen
  • Spielerisches Lernen: Nutzt Clicker oder Futterbeutel für Kommandos

Bleibt geduldig, aber konsequent. Ein strukturierter Tagesablauf mit festen Schlaf- und Futterzeiten gibt Sicherheit.

Otterhund

Training des Hundes

Das Training eines erwachsenen Otterhundes sollte abwechslungsreich sein. Damit es Spaß macht, probiert aus:

  • Nasenarbeit: Mantrailing oder Suche nach versteckten Gegenständen
  • Agility-Parcours: Stärkt Koordination und Bindung
  • Wasseraktivitäten: Apportieren im See oder Fluss

Plant kurze, intensive Einheiten von 15–20 Minuten. Integriert Übungen wie „Warten“ vor dem Fressnapf in den Alltag – so bleibt das Training effektiv!

Gesundheit

Der Otterhund ist eine robuste Hunderasse mit einer Lebenserwartung von 10 bis 13 Jahren. Wie bei vielen großen Hunden können Gelenkprobleme durch Gewicht oder hohe Aktivität entstehen. Eine ausgewogene Ernährung und tägliche Bewegung sind wichtig, um Übergewicht zu verhindern und die Gelenke zu schützen.

Damit euer Otterhund gesund bleibt, beachtet:

  • Tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen mit Impfungen, Entwurmung und Parasitenschutz.
  • Nach dem Schwimmen die Ohren trocknen, um Infektionen zu vermeiden.
  • Geistige Beschäftigung durch Suchspiele oder Training für ein starkes Immunsystem.

Ein aktiver Alltag mit ausreichend Auslauf hält den Otterhund nicht nur fit, sondern beugt auch Langeweile vor. Kontrolliert regelmäßig sein Gewicht und passt die Futtermenge bei Bedarf an.

Der Otterhund kann genetische Veranlagungen für bestimmte Krankheiten haben. Die bekannteste ist die Hüftdysplasie, eine Fehlbildung der Gelenke, die zu Schmerzen oder Arthrose führt. Tierärzte erkennen diese durch Röntgenaufnahmen.

Zu den typischen Erbkrankheiten beim Otterhund gehören:

  • Ellbogendysplasie: Betrifft die Vorderläufe und verursacht Lahmheit.
  • Hämophilie: Eine Blutgerinnungsstörung, die bei Verletzungen gefährlich wird.

Seriöse Züchter testen ihre Hunde vor der Zucht auf diese Erkrankungen. Fragt immer nach den Gesundheitsnachweisen der Elterntiere, wenn ihr einen Welpen kauft.

Neben Erbkrankheiten gibt es andere Gesundheitsrisiken. Die langen Ohren des Otterhunds sind anfällig für Ohrenentzündungen. Reinigt sie wöchentlich und achtet auf Rötungen oder ungewöhnlichen Geruch.

Zu den häufigsten Problemen zählen:

  • Magendrehung: Lebensgefährlich! Erkennt sie an einem aufgeblähten Bauch oder erfolglosem Erbrechen.
  • Epilepsie: Krampfanfälle, die mit Medikamenten behandelt werden können.
  • Nahrungsmittelallergien: Auslöser wie Rind oder Weizen lassen sich durch eine Ausschlussdiät finden.

Bei Verdacht auf eine Magendrehung müsst ihr sofort zum Tierarzt. Füttert mehrere kleine Mahlzeiten am Tag und vermeidet Spielen direkt nach dem Fressen.

Vorbeugung ist der beste Schutz für euren Otterhund. Jährliche Gesundheitschecks beim Tierarzt kontrollieren Gewicht, Gelenke und Organfunktionen.

Wichtige Untersuchungen für euren Otterhund sind:

  • Röntgen der Hüfte und Ellbogen bei Welpen zur Früherkennung von Dysplasien.
  • Genetische Tests für Erbkrankheiten wie Hämophilie.
  • Blut- oder Hauttests bei Verdacht auf Allergien.

Vergesst nicht die Zahnpflege: Putzt die Zähne mehrmals pro Woche oder gebt zahnreinigende Kauknochen.

Die Behandlung dieser Erbkrankheiten führt zu hohen Tierarztkosten. So kann die Behandlung von Hüftdysplasie mehrere Hundert bis hinzu über Tausend euro kosten. Um finanzielle Probleme zu vermeiden, schützen sich viele Hundehalter mit OP – sowie Krankenversicherungen für ihren Hund.

  • Umfassender Schutz: deckt sowohl Routineuntersuchungen als auch Notfälle, Operationen und spezialisierte Behandlungen ab.
  • Mehr Entscheidungsfreiheit: Mit einer Versicherung könnt ihr die beste medizinische Versorgung für euren Hund wählen, ohne euch um die Kosten sorgen zu müssen
  • Präventive Maßnahmen: Einige Versicherungen übernehmen auch Kosten für vorbeugende Behandlungen wie Impfungen oder Wurmkuren.
  • Flexible Optionen: Es gibt verschiedene Tarife und Leistungspakete, die an Ihre individuellen Bedürfnisse und Ihr Budget angepasst werden können

Damit ihr nicht in versteckte Kostenfallen tappt, haben wir die besten Angebote für Haustierversicherungen für euch verglichen.

Eine Versicherung gibt euch die Gewissheit, dass euer Hund im Krankheitsfall optimal versorgt wird. Sichert euch also euren Seelenfrieden! 

Ist der Otterhund eine Qualzucht?

Der Otterhund wird nicht als Qualzucht eingestuft. Seine Zucht legte immer Wert auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit, nicht auf extremes Aussehen. Die Rasse entstand für die Jagd im Wasser – ihr Körperbau ist natürlich und funktional.

Im Gegensatz zu Rassen mit extrem kurzen Nasen oder deformierten Skeletten hat der Otterhund keine schädlichen Merkmale. Seine hängenden Ohren und das dicke Fell schützen ihn im Wasser. Verantwortungsvolle Züchter testen ihre Hunde streng auf Erbkrankheiten, um die Rasse gesund zu erhalten.

Vor der Anschaffung

Bevor ihr einen Otterhund adoptiert, müsst ihr wichtige Grundbedürfnisse der Rasse kennen. Der Hund braucht täglich viel Bewegung und geistige Herausforderungen. Ohne ausreichende Auslastung wird er unglücklich oder entwickelt Stressverhalten.

Damit die Haltung klappt, achtet auf:

  • Hohen Bewegungsbedarf: Mehrmals täglich lange Spaziergänge, Schwimmen oder Suchspiele.
  • Ausreichend Platz: Ein großer Garten oder wohnungsnahe Naturflächen sind ideal.
  • Konsequentes Training: Der starke Jagdinstinkt erfordert erfahrene Besitzer und klare Kommandos.
  • Züchterqualität: Kauft Welpen nur bei offiziellen Zuchten mit Tests auf genetische Erkrankungen wie Hüftdysplasie.

Der gesellige Otterhund verträgt kein langes Alleinsein. Fehlender Kontakt zu Menschen oder Artgenossen führt schnell zu Verhaltensproblemen wie Zerstörungswut oder Angststörungen.

Für ein harmonisches Leben plant regelmäßige Spieltreffen mit anderen Hunden und gemeinsame Aktivitäten ein.

Denkt daran: Diese Rasse ist kein Hund für passive Menschen oder Wohnungshaltung in der Stadt!

Kosten

Die Kosten für einen Otterhund setzen sich aus Anschaffung und laufenden Ausgaben zusammen. Ein Welpe von seriösen Züchtern kostet 1.000–2.000 Euro – bei Notfall-OPs können aber zusätzliche Tausende Euro anfallen.

Beachtet bei der Budgetplanung folgende Punkte:

  • Monatliches Futter: Hochwertiges Trocken- oder Nassfutter für große Rassen (60–80 €).
  • Tierarztkosten: Impfungen, Wurmkuren und Notfallbehandlungen (200–300 €/Jahr + Sonderausgaben).
  • Pflegebedarf: Spezielles Shampoo, Bürsten und Ohrenreiniger für das dichte Fell.
  • Training: Kurse für Rückruftraining oder Hundesport wie Agility (30–50 €/Monat).

Legt immer einen Notfallfonds für unerwartete Gesundheitsprobleme an – besonders bei Erbkrankheiten wie Hüftdysplasie!

Geschichte des Otterhunds

Der Otterhund entstand im mittelalterlichen England als Spezialist für die Otterjagd. Fischer nutzten ihn, um Fischgründe vor den damals zahlreichen Ottern zu schützen. Mit seiner ausgeprägten Spürnase und Wasserliebe jagte der Hund sowohl an Land als auch in Flüssen.

Im 19. Jahrhundert wurde die Otterjagd zum Adelssport. Als Otter seltener wurden, sank die Nachfrage nach der Rasse. Heute ist der Otterhund ein seltener Familienhund, der durch sein freundliches Wesen und Anpassungsfähigkeit überzeugt – vorausgesetzt, seine Grundbedürfnisse werden erfüllt.

Zuchtzweck

Hunderasse Icon Zuchtzweck

Jagd auf Otter und anderes Wild

Urpsungsjahr

Hunderasse Icon Ursprungsjahr

19. Jahrhundert

Abstammung

Hunderasse Icon Abstammung

Bloodhound, Harrier, Griffon Vendéen

Rasseentwicklung und -standardisierung

Die gezielte Zucht des Otterhundes begann im 19. Jahrhundert. Züchter kreuzten Bloodhounds und andere Jagdhunde ein, um seine Fähigkeiten zu optimieren.

Das Ergebnis war ein Hund mit:

  • Wasserdichtem Fell: Ideal für die Jagd in nassem Terrain.
  • Kräftigem Körperbau: Robuste Konstitution für stundenlange Verfolgungsjagden.
  • Hängenden Ohren und rauem Fell: Typische Merkmale des heutigen Rassestandards.

1979 definierte die FCI offiziell die Rassemerkmale. Bis heute betont der Standard funktionale Eigenschaften – der Otterhund soll kein „Schauhund“, sondern ein arbeitsfähiger Jagdpartner bleiben.

Passt der Otterhund zu mir?

Der Otterhund passt am besten zu aktiven Menschen mit viel Zeit im Freien. Wenn ihr gerne wandert, joggt oder mit dem Hund schwimmt, ist er ein perfekter Begleiter. Stadtwohnungen ohne Garten oder Besitzer mit wenig Zeit sind ungeeignet.

Sein starker Jagdtrieb erfordert erfahrene Hundehalter, die ihn auch in schwierigen Situationen kontrollieren können. Ohne konsequentes Training ignoriert er Rückrufe – besonders wenn er Wildspuren folgt.

Zusammenfassend ist die Rasse ideal für:

  • Naturliebhaber mit Zugang zu Wäldern, Feldern oder Seen.
  • Familien, die täglich mehrere Stunden für den Hund einplanen.
  • Geduldige Besitzer, die Jagdsituationen sicher managen können.

Pros und Cons

Kommentar schreiben

Unbenannt
Alle Informationen zum Datenschutz findest Du in der Datenschutzerklärung.

Alle Kommentare (0)

Schreibe als erstes einen Kommentar!